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Dr. med. Dr. rer.nat. Bernhard Lohr (Dipl.-Kaufmann, Diplombiologe, Arzt) Die Entwicklung vom Kaufmann und selbstständigen Möbelhändler zum Biologen, Regenwaldschützer und seit Juli 2011 auch zum Arzt (derzeit bin ich hauptberuflich als Assistenzarzt in der Abt. für Innere Medizin am Klinikum Krumbach tätig) kennzeichnet meinen beruflichen Weg. Die Faszination des tropischen Regenwaldes ergriff mich sukzessive und schleichend. Nach dem Abitur und dem Grundwehrdienst als Panzergrenadier schlug ich den klassischen Weg des Sohnes eines mittelständischen Möbelhändlers ein: ein Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Universität Frankfurt und Augsburg. Nach dem plötzlichen und viel zu frühen Tod meines Vaters bestand meine Aufgabe in der Fortführung des elterlichen Betriebs, gemeinsam mit meiner Mutter. Erst während meiner sechsjährigen Tätigkeit im Möbelhandel entstand in mir der Wunsch sich für den Erhalt des tropischen Regenwaldes einzusetzen. Die Veräußerung der Firma versetzte mich dann in die glückliche Situation mit Anfang dreißig einen komplett neuen beruflichen Weg einschlagen zu können: das Studium der Biologie an der Universität Ulm. Meine Diplomarbeit brachte mich für vier Monate in einen Bergregenwald Ecuadors und für die Promotion, bei Prof. Dr. Gerhard Gottsberger, ging ich in den nahezu unberührten Tieflandregenwald von Französisch-Guayana. In dieser Zeit wurde mir bewusst, dass der Schutz dieses Ökosystems noch wichtiger ist als seine Erforschung. Dies führte mich zur Gründung des Vereins Faszination Regenwald e.V.. Mein Film mit Michael Mendl ist ein wichtiger Teil dieser Schutzbemühungen, denn es ist mir ein großes Anliegen, die Bedeutung und die Faszination dieses einmaligen Ökosystems einem breiten Publikum zu zeigen. In diesem Sinne würde ich mich sehr freuen, wenn unsere Internetseite auch Ihre Begeisterung für die tropischen Regenwälder weckt und Sie uns in den Bemühungen zum Schutz dieses überaus wichtigen Ökosystems unterstützen. Birgit Fahr (2. Vorsitzende, Realschullehrerin) Als ich in Vorträgen von Dr. Bernhard Lohr über die akute Bedrohung der Tiere im Regenwald und dem damit verbundenen Artenschwund hörte, wurde ich das erste Mal auf die Problematik der Regenwälder aufmerksam. Vor allem die Bilder der herumirrenden Orang-Utans, die ihren Lebensraum an die geldgierigen Holzkonzerne abtreten müssen, haben mich sehr berührt. So wurde in mir der Wunsch wach, das Übel an der Wurzel zu packen und für die Erhaltung der Regenwälder einzutreten. Aus diesem Grund habe ich mich entschlossen, mich im Regenwaldschutzverein „Faszination Regenwald e.V.“ zu engagieren. Darüber hinaus wurde mir schnell klar, welche Mitverantwortung wir hier in Europa durch unser unangemessenes Konsumverhalten haben. Dazu gehört auch unsere Ernährungsweise, denn nur der übertriebene Wunsch nach häufigem und billigem Fleischkonsum bedingt die tierquälerische Haltung von so genannten Nutztieren in Massen und die damit zusammenhängenden grausamen Schlachtungen. Schon von klein auf waren Tiere für mich sehr wichtig und ihre Schutzbedürftigkeit angesichts der mächtigen, oft egoistischen Menschen berührt mich in der Tiefe meiner Seele. In der Regenwaldarbeit geht es unter anderem darum, den Menschen zu verdeutlichen, dass ihr Essverhalten nicht nur Tierquälerei hervorruft, sondern auch die Vernichtung der Regenwälder hervorruft. Seit etwa 20 Jahren arbeite ich in der Markgrafen-Realschule Burgau als Lehrerin für Deutsch und kath. Religionslehre. Meine beiden Unterrichtsfächer eignen sich hervorragend dazu, immer wieder auf das Thema Regenwald hinzuweisen. Besonders im Fach Religion sehe ich als Schwerpunkt die Achtung vor der Schöpfung und den Auftrag Gottes, seine Schöpfung zu erhalten. Im Schulleben brachte ich mich bereits in vielen Bereichen ein. Neuerdings leite ich die von mir gegründete AG „Regenwald“ in der Schule. Die AG bietet über den Unterricht hinaus interessierten Schülern die Möglichkeit, sich zu informieren und sich aktiv einzusetzen. Außerdem bin ich Ansprechpartnerin für den Kontakt zwischen dem Verein "Faszination Regenwald e.V." und der Realschule, die seit dem Schuljahr 2009/2010 die Partnerschule des Vereins ist. Ich erachte die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen für sehr wichtig, denn sie sind die Erwachsenen von morgen und werden diese Welt in Zukunft gestalten Ursula Rinke (Medienwissenschaftlerin, Redakteurin) Nach dem Studium der Medienwissenschaften M.A. an der LMU München war ich zunächst als Redakteurin für das Bayerische Fernsehen tätig. Als Producer bei Action Games (Tochter der Bavaria Film GmbH) und den Produktionsfirmen „Brot & Spiele“ und „Angenehme Unterhaltungs GmbH“ - die unter anderem „Wetten dass...“, Gottschalks TV Welt für das ZDF produzieren - konnte ich meine journalistischen Fähigkeiten weiter professionell umsetzen und persönliche Kontakte in der TV- und Medienwelt aufbauen. Zuletzt war ich als Planungs- Redakteurin für das Life-Magazin „Leute heute“ mit Nina Ruge tätig und für ein Nachmittagsmagazin des Bayerischen Rundfunks. Derzeit produziere ich verschiedene Formate als freie Redakteurin u.a. für Arte. Nachdem ich Dr. Bernhard Lohr vor vielen Jahren als Redakteurin beim ZDF kennen lernte, überzeugte mich sein Engagement für den Regenwald und dem empfindlichen Ökosystem und ich beschloss, meine Erfahrungen und Kenntnisse auf dem Mediensektor für seine Mission einzusetzen und ihn und seine Sache hierbei professionell zu unterstützen. Unsere Zusammenarbeit erwies sich als sehr fruchtbar. So beriet ich ihn bei der Umsetzung seines Films mit Michael Mendl „Meine Leben am seidenen Faden“ und es gelang uns Ausschnitte davon zunächst bei der Sendung „Leute heute“ zu platzieren und wenige Jahre später wurde der Film bei Phoenix, beim NDR und beim WDR ausgestrahlt. Manfred Zapletal (Diplombiologe, Redakteur) Nach meinem Biologiestudium (Titel der Diplomarbeit: Ökologische und faunistische Untersuchungen in einem offen gelassenem Teichgebiet mit dem Schwerpunkt Libellen und Amphibien) arbeitete ich zwei Jahre mit Herzblut für die Naturschutzbehörde in Günzburg. Am Deutschen Institut für publizistische Bildungsarbeit, dem Journalisten-Zentrum Haus Busch in Hagen, ließ ich mich ein Jahr lang zum Informations-grafiker für Print- und Onlinemedien ausbilden. Danach arbeitete ich für die Süddeutsche Zeitung in München, von 2001 an für die Stuttgarter Zeitung. Meine ökologischen Kenntnisse lassen sich leider nur ab und zu in meine Arbeit einbringen. Vielleicht lassen sich ja meine Kinder für die Biologie noch von mir begeistern, wer weiß? Für große Affen begeistern sie sich jedenfalls schon jetzt. Bei einem Klassentreffen erzählte mir Bernhard Lohr von seinen Reisen und Projekten und ich hörte fasziniert zu. Ob ich ihm mit meinen gestalterischen Fähigkeiten denn helfen könnte, fragte ich ihn. „Sehr gerne!“ war seine Antwort. Das brachte mich auf die Idee, die Bildcollagen für die Vereins-Website zu entwerfen. Ich möchte auf diesem Weg dabei helfen, auf den Irrsinn aufmerksam zu machen, der um uns geschieht und uns die Lebensgrundlagen entzieht.