Maja & Momo

Die Welt aus der Sicht des kleinen Orang-Utans Momo

von Anita Kirner

„Nanu? Wer hat sich denn da versteckt?“
Momo kratzt sich nachdenklich am Kopf. Und auch seine Mutter Maja ist ganz gebannt von dem Anblick, der sich ihr hinter dem Absperrgitter zeigt. Menschen sind wirklich interessante Geschöpfe – darin sind sich die beiden Orang-Utans einig. Und hier im Camp Mount Meratus sind die Menschen vor allem auch sehr gut zu beobachten. Abgetrennt hinter hohen Gittern können sie sich den neugierigen Blicken der Orang-Utans nicht entziehen. Denn vom Klettern halten die Menschen nicht allzu viel und besonders Ă€ngstlich scheinen sie auch nicht zu sein… „Was habe ich nur fĂŒr eine liebe Mama. Sie gibt mir warme Milch, immer wenn ich das BedĂŒrfnis danach habe, und sie hĂ€lt mich sicher und schĂŒtzt mich vor den anderen Waldbewohnern. Und davon gibt es viele auf Borneo. Und es gibt auch noch die Menschen hier. Ich habe keine Angst vor ihnen, schließlich sind sie nett zu mir und machen immer ein freundliches Gesicht, wenn ich mit meiner Mama aus dem Wald spaziert komme. Aber meine Mama ist vorsichtig im Umgang mit den Menschen. Sie hat mir erzĂ€hlt, dass sie als SĂ€ugling brutal von ihrer Mutter getrennt wurde und lange Zeit in Gefangenschaft war. Nur durch viel GlĂŒck wurde sie von Umwelt-schĂŒtzern befreit und in die Auffangstation Mount Meratus gebracht worden. Dort wurde sie gut versorgt und sie hat den Kindergarten und die Schule fĂŒr Orang-Utans besucht – deshalb ist sie heute auch so klug und weiß alles ĂŒber das Leben als Orang-Utan. Inzwischen bin ich schon ein großer Menschenaffe – zumindest glaube ich das. Ich kann schon eifrig klettern und kleine ErkundungsgĂ€nge durchfĂŒhren.Aber immer, wenn mir etwas unheimlich wird, flĂŒchte ich schnell auf den RĂŒcken meiner Mama. Die meint, dass ich noch viel Zeit habe, um alleine im Wald zurecht zu kommen. Schließlich sei ich gerade erst in den Kindergarten gekommen und mĂŒsste noch viel lernen. Zum Beispiel einen eigenen Schlafplatz in den großen BĂ€umen zu bauen oder mir die richtige Nahrung im Wald zu suchen. Vielleicht hat sie ja Recht, schließlich bin ich erst ein Jahr alt und es macht mir viel mehr Spaß, die Welt gemeinsam mit meiner Mama zu entdecken.“ Maja und Momo leben heute in Freiheit und besuchen regelmĂ€ĂŸig die Menschen im Camp Mount Meratus. TierschĂŒtzer von dort hatten Maja aus der Gefangenschaft befreit, nachdem ihre Mutter Opfer des illegalen Holzeinschlags wurde und beim gemeinsamen Sturz mit ihrem SĂ€ugling aus einem Urwaldbaum ums Leben kam. Die Geschichte von Maja und Momo wiederholt sich auf Borneo jeden Tag von Neuem. Und sie steht nicht nur fĂŒr die katastrophale Umweltpolitik in Indonesien, sondern sie ist ein Sinnbild fĂŒr die Auswirkungen der ungebĂ€ndigten Globalisierung unserer Zeit. Leider ist die Geschichte von Maja und Momo kein MĂ€rchen, denn dann mĂŒsste man nur lange genug warten und sie wĂŒrde einen guten Ausgang nehmen. Im Moment ist das Ende noch offen, doch ohne Hilfe von außen scheint sich das Schicksal gegen die Orang-Utans auf Borneo zu wenden.

Unsere Top-Projekte

Hier finden Sie unsere aktuellen Top-Projekte. Brisante Themen auf die wir Sie unbedingt aufmerksam machen möchten.

Long Sem Forest Protection

Bereits die ersten 5 Hektar Regenwald wurden gekauft und dort eine Tierrettungsstation betrieben.
Unter anderem werden dort Orang-Utans zur Auswilderung in die Freiheit vorbereitet.

PUNTOS VERDES

Bis zu 90 Prozent der artenreichen BergregenwÀlder am Westhang der Anden in Ecuador wurden bereits vernichtet.

MERATUS DARF NICHT STERBEN

Unsere Anstrengungen gelten dem Erhalt eines einzigartigen Lebensraumes fĂŒr unzĂ€hlige Tier- und Pflanzenarten.

Meratus Region

Das artenreiche Waldgebiet im sĂŒdöstlichen Borneo ist dem Untergang geweiht.

Maja & Momo

Die traurige Geschichte der Waldmenschen mit zweifelhaftem Happy End.

COP

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fĂŒr ein Uran-Utan Baby.

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Unsere Spenden-Kampagnen

  1. Long Sem Forest Protection

    Ankauf von RegenwaldflÀchen im Norden Borneos.
    0,00€ gespendet
  2. Rettet den Regenwald

    Rettet den Regenwald fĂŒr eine bessere Welt.
    0,00€ gespendet

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