Meratus Region

Borneo / Meratus Region

Borneo (752.000 kmÂČ) ist die dritt grĂ¶ĂŸte Insel unseres Planeten und die grĂ¶ĂŸte Insel Indonesiens Im sĂŒdöstlichen Teil Borneos liegt der Mount Meratus, umgeben von immergrĂŒnem Tieflandregenwald.

Bis in die 70er Jahre lebten auf Borneo nur wenige Ureinwohner. Im Gegensatz dazu war (und ist) die indonesische Hauptinsel Java völlig ĂŒbervölkert. Dies veranlaßte die indonesische Regierung in den 70er Jahren das riesige Umsiedelungsprogramm „Transmigrasi“ ins Leben zu rufen. Den Umsiedler wurden Grund und Boden versprochen und ihnen wurde ein gutes Auskommen als Bauern in Aussicht gestellt. Diese Hoffnungen erwiesen sich allerdings schnell als trĂŒgerisch, denn die Böden Borneos eigen sich nur sehr schlecht zur Landwirtschaft, was auch einer der GrĂŒnde dafĂŒr war, dass Borneo bis in die 70er Jahre fast menschenleer war. Im Gegensatz zur NĂ€hrstoff-armut der tropischen Böden steht Borneos unermesslicher Reichtum an tropischen Hölzern und BodenschĂŒtzen. Ein unglaublicher „Holzrausch“ in den vergangenen 50 Jahren fĂŒhrte dazu, dass es heute in Borneo, bis auf das bergige Landesinnere, kaum noch grĂ¶ĂŸere intakte RegenwĂ€lder gibt.

Meratus Region

Auch die Meratus Region war und ist von diesem Holzrausch betroffen, mit der Folge, dass sich der Meratus Regenwald heute als eine grĂŒne Insel in einem Meer an VerwĂŒstung darstellt. Obwohl es sich bei dem Meratus Regenwald, um einen sog. Hotspot an BiodiversitĂ€t, also um einen Ă€ußerst artenreichen Wald handelt, ist auch dieses letzte grĂ¶ĂŸere Waldgebiet im sĂŒdöstlichen Borneo, dem Untergang geweiht, wenn nichts passiert. Nur 28.000 Hektar des Waldgebietes haben Schutzwaldstatus. Der ĂŒberwiegende Teil des Waldes ist Konzessionsgebiet dreier großer multinationaler Holzeinschlags-unternehmen.UnzĂ€hlige, mit wertvollen UrwaldstĂ€mmen beladene, Holzlaster zeugen von der zerstörerischen Kraft dieser Holzfirmen.Von der ca. 100.000 ha großen Meratus WaldflĂ€che haben 28.000 ha Schutz-waldstatus. Dies bedeutet aber keine Sicherheit fĂŒr die Pfanzen und Tiere des Meratus Waldes, denn die vielen illegalen HolzfĂ€ller lassen sich durch den Schutzstatus nicht vom Holzraub abhalten. So schrumpft das Waldgebiet rund um den Mount Meratus Tag fĂŒr Tag, sowohl von außen als auch von innen.

Die Waldmenschen von Meratus

FĂŒr 350 Waldmenschen, so werden die Orang-Utans von den Einheimischen genannt, ist der Meratus Regenwald zu einer zweiten Heimat geworden. Hunderte bis tausende an Wald-menschen sind von unserem Kollegen, dem weltbekannten Orang-Utan SchĂŒtzer, Willie Smits und seinen Mitarbeitern aus Gefangenschaft befreit worden . Derzeit leben diese Orang-Utans in Auffangstationen, wo sie auf ihre Auswilderung warten.Diese wird aber wegen des rasanten Schrumpfens der RegenwĂ€lder immer schwieriger. FĂŒr 350 Waldmenschen ist aber ein Traum wahr geworden, denn sie sind im Meratus Regenwald nach einem jahrelangen Martyrium in Gefangenschaft erfolgreich ausgewildert worden. Wie wohl sich die die Orang-Utans in ihrer neuen Heimat fĂŒhlen, zeigt das Orang-Utan Weibchen Maja, die im Meratus Wald ihren Nachwuchs Momo zur Welt gebracht hat. Trotzdem sind die Waldmenschen des Meratus Waldes nicht auf der sicheren Seite, denn die Zerstörung des Waldes bedroht auch ihre zweite Heimat.

Die Menschen von Meratus

Durch die massiven Einwanderungswellen nach Borneo in den 70er Jahren sind nicht nur die tropischen RegenwĂ€lder zerstört sondern auch die Ureinwohner dieser Insel massiv an den Rand gedrĂ€ngt worden. Auch in der Meratus Region ist dies deutlich zu spĂŒren, denn die meisten Menschen leben heute entlang der HolzfĂ€llerrouten. Typische Ureinwohnerdörfer gibt es in der Meratus Region nur noch zwei: Tanjunsoke und Gurunggung. In dieser Dorfgemeinschaft leben 250 Ureinwohner von Stamme der Dayak-Luanan. Da diese Menschen am Rande des Meratus Schutzwaldgebietes siedeln sind sie somit die „natĂŒrlichen“ Partner fĂŒr unsere SchutzbemĂŒhungen um den Meratus Wald. Die erste Erkundungsreise zu den Dayaks von Tanjunsoke und Gurunggung im Rahmen unseres Projektes fand im MĂ€rz 2009 durch Bernhard Lohr statt.

Slash & burn Landwirtschaft

Die Haupteinnahmequelle der Dayaks von Tanjunsoke und Gurunggung ist die kleinbĂ€uerliche, die sog. slash&burn Landwirtschaft. 1-2 Hektar große WaldflĂ€chen werden brandgerodet und grĂ¶ĂŸtenteils mit Reis bepflanzt. Da tropische Böden aber meist sehr nĂ€hrstoffarm sind, werden die FlĂ€chen nach 2-3 Jahren aufgegeben und neue Waldgebiete gerodet. Dies war bis vor wenigen Jahrzehnten kein Problem fĂŒr den Regenwald. Angesichts der riesigen WaldflĂ€chen Borneos und der geringen Siedlungsdichte waren die landwirtschaftlichen LĂŒcken im Regenwald zu vernachlĂ€ssigen. In heutigen Zeiten, da der Meratus Wald nur noch sehr klein ist, stellen auch diese Waldverluste ein Problem fĂŒr den Naturhaushalt dar. Einer der Baustein unseres Projektes „Meratus darf nicht sterben“ ist deshalb ein Programm zur langfristigen und nachhaltigen Bewirtschaftung der bereits gerodeten FlĂ€chen.

Blick auf Meratus

Kurt Schweizer im GesprÀch mit Willi Smiths

Die Regenwaldranger zum Schutz von
illegalem Holzeinschlag und Wilderei

Unsere Top-Projekte

Hier finden Sie unsere aktuellen Top-Projekte. Brisante Themen auf die wir Sie unbedingt aufmerksam machen möchten.

Long Sem Forest Protection

Bereits die ersten 5 Hektar Regenwald wurden gekauft und dort eine Tierrettungsstation betrieben.
Unter anderem werden dort Orang-Utans zur Auswilderung in die Freiheit vorbereitet.

PUNTOS VERDES

Bis zu 90 Prozent der artenreichen BergregenwÀlder am Westhang der Anden in Ecuador wurden bereits vernichtet.

MERATUS DARF NICHT STERBEN

Unsere Anstrengungen gelten dem Erhalt eines einzigartigen Lebensraumes fĂŒr unzĂ€hlige Tier- und Pflanzenarten.

Meratus Region

Das artenreiche Waldgebiet im sĂŒdöstlichen Borneo ist dem Untergang geweiht.

Maja & Momo

Die traurige Geschichte der Waldmenschen mit zweifelhaftem Happy End.

COP

Übernehmen Sie eine Patenschaft
fĂŒr ein Uran-Utan Baby.

Helfen Sie heute

Unsere Spenden-Kampagnen

  1. Long Sem Forest Protection

    Ankauf von RegenwaldflÀchen im Norden Borneos.
    0,00€ gespendet
  2. Rettet den Regenwald

    Rettet den Regenwald fĂŒr eine bessere Welt.
    0,00€ gespendet

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